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Präses Rekowski würdigt Arbeit der Notfallseelsorge

Mülheim a. d. Ruhr/Düsseldorf, 12. September 2013: Der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland, Präses Manfred Rekowski, hat den Dienst der Notfallseelsorge gewürdigt: „Der Abschied von einem geliebten Menschen, der mitten aus einem Leben gerissen wird, braucht Stationen und Schritte des Innehaltens. Solche Räume zu öffnen für Gesten, für Berührungen, für die Sprache der Religion und für Gebete, Klagen, für Tränen und für das Schweigen, um den Weg zu finden, das Unannehmbare anzunehmen: Das ist die Aufgabe der Notfallseelsorge“, sagte der rheinische Präses beim Konvent der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger in Mülheim an der Ruhr. Wert und Wirkung von Seelsorge ließen sich nur schwer abschätzen. „Aber viele Menschen erinnern sich ein Leben lang an die Stunden und Tage nach dem Verlust eines geliebten Angehörigen – sie erinnern sich daran, was oder wen sie vermisst haben und was sie in dieser Zeit besonders belastet hat. Aber sie erinnern sich oft auch, wer bei ihnen war und ihnen Hilfe und Beistand anbot und das Unerträgliche mit aushielt“, erläuterte Manfred Rekowski.
Die 48 Notfallseelsorgesysteme im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland werden in der Regel ökumenisch verantwortet. Rund 750 pastorale Mitarbeitende und etwa 350 ehrenamtlich Mitarbeitende wurden 2012 zu rund 3800 Einsätzen der Notfallseelsorge gerufen; das sind täglich mehr als zehn Einsätze, bei denen Mitarbeitende der Notfallseelsorge zu Menschen gerufen werden, deren Leben durch den Tod eines geliebten Menschen tief greifend erschüttert wird. Dabei fragen die Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht nach konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeit, sondern nach dem Bedarf, der für Betroffene in diesen schmerzhaften Lagen entsteht.