Aktuelles

Ehrenamtliche Notfallseelsorger sind auch im Kreis Kleve tätig

Gerade in Notfällen wünschen sich viele Menschen den Beistand eines Seelsorgers

Die verstärkte Nachfrage nach "Erster Hilfe für die Seele" macht den Einsatz von ausgebildeten Ehrenamtlichen nötig und bedeutet eine elementare Unterstützung zum pastoralen Dienst der Hauptamtlichen. Diesen wichtigen Dienst leisten im Kreis Kleve 3 ehrenamtliche Notfallseelsorger/innen. Sie haben sich für ihre Tätigkeit in der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve in einer aus mehreren Modulen bestehenden Ausbildung theoretisch und praktisch qualifiziert.

Die Arbeit der Notfallseelsorge ist mit der Situation der Jünger Jesu auf dem See vergleichbar: Die Wellen brechen über Menschen zusammen und ziehen ihnen den Boden unter den Füßen weg, ihnen steht das Wasser bis zum Hals. In diesen Momenten ist die Notfallseelsorge bei den Menschen, hält den Sturm mit ihnen aus, versucht mit ihnen, den Kopf über Wasser zu halten und nicht unterzugehen.

Um die Koordination der Notfallseelsorge im Kreis Kleve kümmern sich Diakon Berthold Steeger, Koordinator der Notfallseelsorge für das Kreisdekanat Kleve, und Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler als kommissarische Koordinatorin für den Evangelischen Kirchenkreis Kleve.

64 Mal wurde 2016 die Notfallseelsorge im Kreis Kleve angefordert. Gerufen werden Notfallseelsorger, wenn beispielsweise Menschen sich mit Selbstmordabsichten tragen, wenn Todesnachrichten überbracht werden müssen oder die seelsorgerische Begleitung nach Unfällen nötig ist.

Die kompetente Arbeit der hauptamtlichen Seelsorger, die die Ehrenamtlichen bei ihrer Tätigkeit begleiten, wird durch das Kreisdekanat Kleve und den Evangelischen Kirchenkreis Kleve unterstützt.

Weitere Informationen auch bei den Koordinatoren der Notfallseelsorge im Kreis Kleve, Diakon Berthold Steeger und Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler.

2016 hat die Notfallseelsorge im Kreis Kleve 64 Einsätze geleistet. Die häufigsten Anlässe dabei waren erfolglose Reanimation, Verkehrsunfälle, Suizid, Überbringung einer Todesnachricht und Brandeinsätze.


Weitere Informationen zur Ausbildung zur/m ehrenamtlichen Notfallseelsorger/in:
Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger im Kreis Kleve startete im September 2015.
Rund 250 Stunden inklusive Nachbereitung umfasst das Ausbildungsangebot. Die jeweiligen Module sind stark an der Praxis orientiert und werden durch aktive Notfallseelsorger mitgestaltet.
Das gemeinsame Angebot der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve ist jeweils kostenfrei und erstreckt sich über ein Jahr.

Die schriftliche Bewerbung per Post sollte übliche Bewerbungsunterlagen wie auch ein pfarramtliches Empfehlungsschreiben enthalten. Vor dem Ausbildungsbeginn steht ein Auswahlverfahren.