Aktuelles

Ev. Kirche im Rheinland beschließt Notfallseelsorge-Konzeption

Die Landesynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, oberstes Leitungsgremium der zweitgrößten Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat sich Anfang Januar auf Konzeptionen für vier Seelsorgefelder verständigt. Dazu gehören die Krankenhausseelsorge, Telefonseelsorge, Gehörlosen- und Schwerhörigenseelsorge und eben auch die Notfallseelsorge.

Es soll ein flächendeckendes Angebot der Notfallseelsorge sichergestellt werden. Das Landespfarramt für Notfallseelsorge wird weiterhin übergeordnete, koordinierende und beratende Aufgaben für die Landeskirche wahrnehmen. Die Kirchenkreise sollen sich anteilig an der Finanzierung von funktionaler Seelsorge beteiligen.

Die Notfallseelsorge arbeitet im Bereich der rheinischen Landeskirche, die von Emmerich bis nach Saarbrücken  reicht, in 53 Systemen, wobei sich die räumlichen Zuständigkeiten nach der Größe eines Leitstellenbezirks richten. Die Systeme werden von ehren-, neben- und hauptamtlichen Koordinatoren geleitet. Um den Minimalstandard der Arbeit zu sichern, sollen die Koordinatoren laut Beschluss zu einem Viertel von ihrer eigentlichen Dienstsstelle entlastet werden, was der Evangelische Kirchenkreis Kleve bereits Anfang 2011 umgesetzt hat.

Die gesamte Konzeption der Notfallseelsorge kann HIER nachgelesen werden.

Rückblick auf 2011

Seit dem 1. Januar 2011 arbeiten Diakon Berthold Steeger und Pfarrer Joachim Wolff als Koordinatoren der katholischen und evangelischen Kirche in der ökumenischen Notfaallseelsorge. Sie koordineiren den Dienst der rund 50 Seelsorgerinnen und Seelsorger beider Kirchen, halten den Kontakt zum Kreis Kleve, den Feuerwehren, den Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen und der Polzei. Auch für Gottesdienste der Notfallseelsorge sind sie verantwortlich.

2011 hat der Kreis Kleve namentlich gekennzeichnete Einsatzwesten für alle Notfallseelsorgenden angeschafft. Außerdem wurde ein neues Faltblatt für die Notfallseelsorge in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve entwickelt. Der Internetauftritt wurde realisiert. Für die Notfallseelsorgenden wurden zwei Fortbildungen mit Fachreferenten angeboten: „Reanimation um jeden Preis?“ und „Herausforderung Suizid“. Der ökumenische Notfallseelsorge-Gottesdienst am 13. Oktober 2011 in Goch wurde gut angenommen. Die Notfallseelsorge war bei einer Übung auf dem Flughafen Weeze eingebunden.

Ab diesem Jahr gibt es Supervisionsangebote für die Notfallseelsorgenden sowie drei Fortbildungsangebote bei  denen es um die Einsatzstrukturen im Kreis Kleve geht, um die Gefühle und Bedürfnisse von Kindern in Notfallsituationen, sowie um die Einbindung der Notfallseelsorge in den Sonderalarmplan MANV (Massenanfall von Verletzten/Großschadenslage) des Kreises Kleve.

Beide Koordinatoren nehmen am 14. Bundeskongress der Notfallseelsorge teil, der im Mai 2012 in Erfurt stattfindet.