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Kreis Kleve rüstet Notfallseelsorge mit Einsatzrucksäcken aus

Kleve, 10.06.2013: Diakon Berthold Steeger vom Kreisdekanat Kleve und Pfarrer Joachim Wolff vom Evangelischen Kirchenkreis Kleve freuen sich über neue Einsatzrucksäcke für die ökumenische Notfallseelsorge. Die Kreisverwaltung Kleve hat die stabilen Rucksäcke mit reflektierendem Aufdruck beschafft und stellt sie nun den Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern zur Verfügung. Landrat Wolfgang Spreen unterstützt das Engagement der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve: „Die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger sind eine unverzichtbare Hilfe bei Unglücken. Sie leisten Beistand und begleiten Menschen, die in Notfällen mit extremen Situationen konfrontiert werden und Trauer, Wut oder Verzweiflung aushalten müssen.“ Er bedankte sich für die gute und enge Zusammenarbeit der ökumenischen Notfallseelsorge mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.
Die vom Kreis Kleve beschafften Rucksäcke können nun in den nächsten Wochen - Dank der großzügigen Spende der Rotarier - von den Koordinatoren bestückt werden. Danach werden sie den einzelnen Notfallseelsorgenden zur Verfügung gestellt. 

Rotarier spenden 4500 Euro für Notfallseelsorge

Kleve, 3. Juni 2013: Die Rotary-Clubs Kleve, Geldern und Kleve Schloss Moyland spenden der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve gemeinsam 4.500 Euro für den Inhalt von 45 Notfallseelsorge-Rucksäcken, die in Kürze vom Kreis Kleve an die Notfallseelsorge überreicht werden. Damit wird die notwendige Ausrüstung der 45 Notfallseelsorgenden aus beiden Kirchen weiter vervollständigt. Für diese großzügige Spende bedanken sich die beiden Koordinatoren Diakon Berthold Steeger und Pfarrer Joachim Wolff im Namen aller Notfallseelsorgenden im Kreis Kleve sehr herzlich bei den zahlreichen Rotariern aus den drei Clubs, die das Geld zusamnmengelegt haben.

Auf dem Foto sind abgebildet von links: Dechant Theodor Prießen, Pfarrer Robert Arndt, President Kleve Leo Siebers, President Geldern Hans-Dieter Kahrl, Pastpresident Klaus Hommel als Vorsitzender des Rotarischen Hilfsfonds Kleve Schloss Moyland und Kreisdechant, Propst em. Theodor Michelbrink. (Foto: privat)

Ökumenische Notfallseelsorge zieht Bilanz

Die ökumenische Notfallseelsorge im Kreis Kleve zieht Bilanz. 72 Mal wurden Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im vergangenen Jahr alarmiert, um „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten. In den meisten Einsätzen (31%) ging es darum, Angehörige zu begleiten, wenn ein Mensch plötzlich verstorben war oder nicht mehr wiederbelebt werden konnte. In der Statistik für 2012 steht an zweiter Stelle die Überbringung einer Todesnachricht (26 %) gemeinsam mit den Opferschützern der Kreispolizei Kleve. Die Anzahl der Einsätze anlässlich eines Suizides lag mit 14 % etwas über der Einsatzzahl aufgrund eines tödlichen Verkehrs- oder Arbeitsunfalls (12 %). Für alle Beteiligten wiegen die Einsätze bei Kindernotfällen oder plötzlichem Kindstod besonders schwer, die immerhin 6 % aller Einsätze ausmachten. Insgesamt zehnmal mussten weitere Notfallseelsorgende für die Betreuung von Überlebenden, Angehörigen, Hinterbliebenen, Vermissenden, Ersthelfer, Zeugen oder auch Einsatzkräften nachalarmiert werden.

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Aus dem Nachbarkreis Wesel

Im benachbarten Kreis Wesel wurden am 5. Mai2012 im Rahmen eines feierlichen ökumenischen Gottesdienstes in Wesel 18 ehrenamtliche Mitarbeitende in der Notfallseelsorge in ihr neues Amt eingeführt. Der Beauftragung ging eine spezielle einjährige theoretische und praktische Ausbildung voraus, die u. a. Rollenspiele, Gesprächstraining, Übungen mit Einsatzkräften bis hin zu Praktikumseinsätzen umfasste und speziell auf den Dienst als Seelsorger in Notsituationen vorbereitete.

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