Aktuelles

Rotarier spenden 4500 Euro für Notfallseelsorge

Kleve, 3. Juni 2013: Die Rotary-Clubs Kleve, Geldern und Kleve Schloss Moyland spenden der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve gemeinsam 4.500 Euro für den Inhalt von 45 Notfallseelsorge-Rucksäcken, die in Kürze vom Kreis Kleve an die Notfallseelsorge überreicht werden. Damit wird die notwendige Ausrüstung der 45 Notfallseelsorgenden aus beiden Kirchen weiter vervollständigt. Für diese großzügige Spende bedanken sich die beiden Koordinatoren Diakon Berthold Steeger und Pfarrer Joachim Wolff im Namen aller Notfallseelsorgenden im Kreis Kleve sehr herzlich bei den zahlreichen Rotariern aus den drei Clubs, die das Geld zusamnmengelegt haben.

Auf dem Foto sind abgebildet von links: Dechant Theodor Prießen, Pfarrer Robert Arndt, President Kleve Leo Siebers, President Geldern Hans-Dieter Kahrl, Pastpresident Klaus Hommel als Vorsitzender des Rotarischen Hilfsfonds Kleve Schloss Moyland und Kreisdechant, Propst em. Theodor Michelbrink. (Foto: privat)

Ökumenische Notfallseelsorge zieht Bilanz

Die ökumenische Notfallseelsorge im Kreis Kleve zieht Bilanz. 72 Mal wurden Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im vergangenen Jahr alarmiert, um „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten. In den meisten Einsätzen (31%) ging es darum, Angehörige zu begleiten, wenn ein Mensch plötzlich verstorben war oder nicht mehr wiederbelebt werden konnte. In der Statistik für 2012 steht an zweiter Stelle die Überbringung einer Todesnachricht (26 %) gemeinsam mit den Opferschützern der Kreispolizei Kleve. Die Anzahl der Einsätze anlässlich eines Suizides lag mit 14 % etwas über der Einsatzzahl aufgrund eines tödlichen Verkehrs- oder Arbeitsunfalls (12 %). Für alle Beteiligten wiegen die Einsätze bei Kindernotfällen oder plötzlichem Kindstod besonders schwer, die immerhin 6 % aller Einsätze ausmachten. Insgesamt zehnmal mussten weitere Notfallseelsorgende für die Betreuung von Überlebenden, Angehörigen, Hinterbliebenen, Vermissenden, Ersthelfer, Zeugen oder auch Einsatzkräften nachalarmiert werden.

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Aus dem Nachbarkreis Wesel

Im benachbarten Kreis Wesel wurden am 5. Mai2012 im Rahmen eines feierlichen ökumenischen Gottesdienstes in Wesel 18 ehrenamtliche Mitarbeitende in der Notfallseelsorge in ihr neues Amt eingeführt. Der Beauftragung ging eine spezielle einjährige theoretische und praktische Ausbildung voraus, die u. a. Rollenspiele, Gesprächstraining, Übungen mit Einsatzkräften bis hin zu Praktikumseinsätzen umfasste und speziell auf den Dienst als Seelsorger in Notsituationen vorbereitete.

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Matthias Schwartges - ein Mann der ersten Stunde

Die Idee der Notfallseelsorge entstand 1998 in einem Kreis von Pfarrerinnen, Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitenden, die neben ihrem Hauptberuf auch im Rettungsdienst oder bei Feuerwehren tätig waren oder sind. Dahinter stand der Gedanke, den Menschen, die als Betroffene, Angehörige oder auch Einsatzkräfte mit Notfällen in Berührung kommen, nicht nur kompetente medizinische, sondern auch menschliche und seelsorgliche Hilfe anzubieten.

(Auf dem Foto von links: Probst Theodor Michelbrink, Diakon Bruno Derksen, Superintendent Pfarrer Hans-Joachim Wefers, Pfarrer Joachim Wolff, Diakon Manfred Wiskamp, Kreisbrandmeister a.D. Matthias Schwartges, Hubert Lemken, Diakon Berthold Steeger, Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer)

Nach einem ersten Austausch beim jährlich stattfindenden ökumenischen Konvent des Kreisdekanates Kleve und des Evangelischen Kirchenkreises Kleve im Oktober 1998 in Xanten folgte schon bald ein Treffen von katholischen und evangelischen Seelsorgern sowie den Leitern der Feuerwehren im Kreis Kleve, initiiert durch den damaligen Kreisbrandmeister Matthias Schwartges. Insgesamt hatten sich über 50 Seelsorger und Seelsorgerinnen bereit erklärt, in der Notfallseelsorge mitzuarbeiten. Weitere Treffen und Seminare fanden in Kevelaer und Kalkar statt. Die ökumenische Notfallseelsorge im Kreis Kleve besteht seit 1999, die Zahl der Ersteinsätze hat sich in den letzten Jahren immer wieder erhöht; im vergangenen Jahr wurde die Notfallseelsorge 84 mal gerufen.

Mit besonderem Einsatz hat Matthias Schwartges in seiner Eigenschaft als Kreisbrandmeister den Aufbau zunächst der Feuerwehrseelsorge im Kreis Kleve mit initiiert und wesentlich geprägt. Matthias Schwartges gehört von Anfang an der Koordinierungsgruppe Notfallseelsorge im Kreis Kleve an und hat in seiner damaligen Eigenschaft als Kreisbrandmeister immer wieder die Kontakte zwischen der Feuerwehr und den Kirchen hergestellt. Auch nach seinem Ausscheiden als Kreisbrandmeister stand er diesem Gremium mit Rat und Tat zur Seite. Nun wurde er aus der Koordinierungsgruppe Notfallseelsorge im Kreis Kleve verabschiedet. Die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche im Kreis Kleve und der Feuerwehr bedanken sich für das unermüdliche, langjährige, große Engagement von Matthias Schwartges und richteten sehr persönliche Worte an ihn.