Aktuelles

Organisation

Ökumenische Notfallseelsorge

  • wird in Kooperation mit dem Kreis Kleve von der katholischen und evangelischen Kirche seit 1999 gemeinsam verantwortet;
  • wird von ca. 35 speziell ausgebildeten evangelischen und katholischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus den Kirchengemeinden und Pfarreien im Kreis Kleve geleistet;
  • steht unter der Schweigepflicht und ggf. unter dem Beichtgeheimnis;
  • kommt unabhängig von der Konfessions- bzw. Religionszugehörigkeit der Betroffenen zum Einsatz und respektiert deren Glauben und Weltanschauung;
  • ist Tag und Nacht erreichbar;
  • ist für die Betroffenen kostenfrei;
  • arbeitet eng mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Rettungsdienst, der Leitstelle des Kreises Kleve für Feuerschutz und Rettungsdienst sowie den Hilfsorganisationen zusammen und kooperiert bei Großschadenslagen mit den Notfallseelsorge-Systemen der benachbarten Kreise.

Ökumenische Notfallseelsorge

wird von einer Ökumenischen Koordinierungsgruppe mit Vertretern beider Kirchen gesteuert, der derzeit folgende Mitglieder angehören:

  • Diakon Berthold Steeger, Koordinator kath. Kirche
  • Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler, Koordinatorin ev. Kirche
  • Propst Johannes Mecking, Kreisdechant, Kreisdekanat Kleve
  • Superintendent Pfarrer Hans-Joachim Wefers, Evangelischer Kirchenkreis Kleve
  • Reiner Gilles, Kreisbrandmeister
  • Hubert Lemken, Kreisdekanatsbüro Kleve

 

Aufgaben

Ökumenische Notfallseelsorge

  • ist „Erste Hilfe für die Seele“ für Menschen, deren Leben sich infolge einer Extremsituation (z.B. Unfall oder plötzlicher Verlust eines Angehörigen) schlagartig verändert hat, so dass die Lebensgewissheit von einer Sekunde auf die andere in Frage gestellt sein kann;
  • ist ein Angebot für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Ersthelfer und Zeugen;
  • ist ein Angebot für Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei;
  • kommt in der Regel bei folgenden Situationen im häuslichen oder außerhäuslichen Bereich zum Einsatz:
    • Überbringen einer Todesnachricht
    • Erfolglose Wiederbelebung
    • Kindernotfall oder plötzlicher Kindstod
    • Suizidabsicht/Suizid
    • Auffindung von Verstorbenen
    • Haus- oder Wohnungsbrand
    • Verkehrsunfall mit Schwerverletzten und/oder Toten
    • Großschadenslage (MANV)
    • Einsatznachsorge für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei nach besonders belastenden Einsätzen.

Ökumenische Notfallseelsorge

  • begleitet Angehörige nach dem plötzlichen Tod eines Menschen in den ersten Stunden;
  • hat Zeit, um Trauer, Wut, Verzweiflung und andere Gefühle gemeinsam auszuhalten und die ersten Schritte nach dem Ereignis einzuleiten;
  • steht Leichtverletzten während der Rettung und in Wartezeiten zur Seite und hilft ihnen, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen;
  • nimmt sich der Kinder an, die in Notfallsituationen mit ihren Fragen eventuell allein dastehen;
  • versucht Struktur in ein plötzliches und unerwartetes Gefühlschaos zu bringen;
  • begleitet auf Wunsch Angehörige bei der Identifizierung von Toten;
  • ermöglicht auf Wunsch der Angehörigen einen Abschied von Sterbenden oder Verstorbenen mit Gebet und Segen;
  • ist Gesprächspartner nach besonders belastenden Einsätzen für Feuerwehr und Rettungskräfte, um das Erlebte zu verarbeiten;
  • arbeitet eng mit dem Opferschutz der Polizei zusammen, insbesondere beim Überbringen von Todesnachrichten durch die Polizei.

 

 

Erreichbarkeit

Im Notfall

  • ist eine qualifizierte seelsorgliche Begleitung täglich und rund um die Uhr im Kreis Kleve gewährleistet;
  • wird die Notfallseelsorge auf Anforderung von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Notarzt über die Leitstelle des Kreises Kleve für Feuerschutz und Rettungsdienst alarmiert;
  • werden je nach Umfang des Ereignisses zusätzliche Notfallseelsorgende in den Einsatz gerufen.

Koordinatoren
Diakon Berthold Steeger (Kreisdekanat Kleve) Telefon: (02832) 40 51 55, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sabine Jordan-Schöler - (Evangelischer Kirchenkreis Kleve) Telefon: (02826) 91 84 42, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschäftsstellen
Kreisdekanat Kleve, Wasserstraße 1, 47533 Kleve, Tel: (02821) 7 21 50, E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Internet: www.kreisdekanat-kleve.de
Evangelischer Kirchenkreis Kleve, Niersstraße 1, 47574 Goch, Tel: (02823) 94 44 0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Internet: www.kirchenkreis-kleve.de

Spendenkonto
Kreisdekanat Kleve
IBAN: DE52 3245 0000 0030 0053 00
BIC: WELADED1KLE
bei der Sparkasse Rhein-Maas
Verwendungszweck: Ökumenische Notfallseelsorge

  

Rückblick auf 2011

Seit dem 1. Januar 2011 arbeiten Diakon Berthold Steeger und Pfarrer Joachim Wolff als Koordinatoren der katholischen und evangelischen Kirche in der ökumenischen Notfaallseelsorge. Sie koordineiren den Dienst der rund 50 Seelsorgerinnen und Seelsorger beider Kirchen, halten den Kontakt zum Kreis Kleve, den Feuerwehren, den Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen und der Polzei. Auch für Gottesdienste der Notfallseelsorge sind sie verantwortlich.

2011 hat der Kreis Kleve namentlich gekennzeichnete Einsatzwesten für alle Notfallseelsorgenden angeschafft. Außerdem wurde ein neues Faltblatt für die Notfallseelsorge in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve entwickelt. Der Internetauftritt wurde realisiert. Für die Notfallseelsorgenden wurden zwei Fortbildungen mit Fachreferenten angeboten: „Reanimation um jeden Preis?“ und „Herausforderung Suizid“. Der ökumenische Notfallseelsorge-Gottesdienst am 13. Oktober 2011 in Goch wurde gut angenommen. Die Notfallseelsorge war bei einer Übung auf dem Flughafen Weeze eingebunden.

Ab diesem Jahr gibt es Supervisionsangebote für die Notfallseelsorgenden sowie drei Fortbildungsangebote bei  denen es um die Einsatzstrukturen im Kreis Kleve geht, um die Gefühle und Bedürfnisse von Kindern in Notfallsituationen, sowie um die Einbindung der Notfallseelsorge in den Sonderalarmplan MANV (Massenanfall von Verletzten/Großschadenslage) des Kreises Kleve.

Beide Koordinatoren nehmen am 14. Bundeskongress der Notfallseelsorge teil, der im Mai 2012 in Erfurt stattfindet.