Aktuelles

Save the date - Notfallseelsorge-Gottesdienst am 26.11.2017

In regelmäßigen Abständen feiert die ökumenische Notfallseelsorge für Angehörige, Betroffene und Augenzeugen, für Mitglieder von Hilfs- und Rettungsorganisationen, Feuerwehr und Polizei und für Menschen aus Kirche und Öffentlichkeit ökumenische Gottesdienste. Der nächste Gottesdienst ist am Sonntag, 26. November 2017 um 17.00 Uhr in der Clemenskirche Klostergarten Kevelaer. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Musikgruppe Horizonte aus Kevelaer begleitet.

Der Notfallseelsorge-Gottesdienst ist eine Gelegenheit, der verstorbenen Angehörigen und der Opfer zu gedenken. Im Gottesdienst steht auch die den Christen gemeinsame Hoffnung im Mittelpunkt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Alle, die freiwillig oder beruflich helfen und retten, sollen für ihren Dienst gestärkt und ermutigt werden.
Nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen.

Der letzte Notfallseelsorge-Gottesdienst fand am 07.03.2013 statt.

 

Besondere Feuerwehr-Auszeichnung für Berthold Steeger und Hubert Lemken

Mit einer besonderen Auszeichnung wurden beim 125-jährigen Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr in Uedem Anfang Juni 2017 Berthold Steeger, Diakon, und Hubert Lemken, Geschäftsführer des Kreisdekanates Kleve, für ihr langjähriges großes Engagement in der Koordination der Notfallseelsorge im Kreis Kleve geehrt. Die Ehrung wurde von Kreisbrandmeister Reiner Gilles vorgenommen.

Diakon Berthold Steeger wurde das Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen. Das silberne Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes wird u.a. für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen an Personen verliehen, die der Feuerwehr angehören. 
Hubert Lemken erhielt die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens. Diese Auszeichnung erhalten Personen, die nicht der Feuerwehr angehören.

Die Idee der Feuerwehr- und Notfallseelsorge entstand 1998 auf Anregung des damaligen Kreisbrandmeisters in einem Kreis von Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitern, die neben ihrem Hauptberuf auch im Rettungsdienst oder bei Feuerwehren tätig waren oder sind. Dahinter stand der Gedanke, den Menschen, die als Betroffene, Angehörige oder auch Einsatzkräfte mit Notfällen in Berührung kommen, nicht nur kompetente medizinische, sondern auch menschliche und seelsorgliche Hilfe anzubieten.

Für die Organisation der Notfallseelsorge im Kreis Kleve ist seit 1999 eine ökumenische Koordinierungsgruppe zuständig. Hierzu gehören auch Diakon Berthold
Steeger aus Kevelaer-Wetten als Koordinator für das Kreisdekanat Kleve und Hubert Lemken vom Büro des Kreisdekanates Kleve.

       

 

 

Ehrenamtliche Notfallseelsorger sind auch im Kreis Kleve tätig

Gerade in Notfällen wünschen sich viele Menschen den Beistand eines Seelsorgers

Die verstärkte Nachfrage nach "Erster Hilfe für die Seele" macht den Einsatz von ausgebildeten Ehrenamtlichen nötig und bedeutet eine elementare Unterstützung zum pastoralen Dienst der Hauptamtlichen. Diesen wichtigen Dienst leisten im Kreis Kleve 3 ehrenamtliche Notfallseelsorger/innen. Sie haben sich für ihre Tätigkeit in der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve in einer aus mehreren Modulen bestehenden Ausbildung theoretisch und praktisch qualifiziert.

Die Arbeit der Notfallseelsorge ist mit der Situation der Jünger Jesu auf dem See vergleichbar: Die Wellen brechen über Menschen zusammen und ziehen ihnen den Boden unter den Füßen weg, ihnen steht das Wasser bis zum Hals. In diesen Momenten ist die Notfallseelsorge bei den Menschen, hält den Sturm mit ihnen aus, versucht mit ihnen, den Kopf über Wasser zu halten und nicht unterzugehen.

Um die Koordination der Notfallseelsorge im Kreis Kleve kümmern sich Diakon Berthold Steeger, Koordinator der Notfallseelsorge für das Kreisdekanat Kleve, und Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler als kommissarische Koordinatorin für den Evangelischen Kirchenkreis Kleve.

64 Mal wurde 2016 die Notfallseelsorge im Kreis Kleve angefordert. Gerufen werden Notfallseelsorger, wenn beispielsweise Menschen sich mit Selbstmordabsichten tragen, wenn Todesnachrichten überbracht werden müssen oder die seelsorgerische Begleitung nach Unfällen nötig ist.

Die kompetente Arbeit der hauptamtlichen Seelsorger, die die Ehrenamtlichen bei ihrer Tätigkeit begleiten, wird durch das Kreisdekanat Kleve und den Evangelischen Kirchenkreis Kleve unterstützt.

Weitere Informationen auch bei den Koordinatoren der Notfallseelsorge im Kreis Kleve, Diakon Berthold Steeger und Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler.

2016 hat die Notfallseelsorge im Kreis Kleve 64 Einsätze geleistet. Die häufigsten Anlässe dabei waren erfolglose Reanimation, Verkehrsunfälle, Suizid, Überbringung einer Todesnachricht und Brandeinsätze.


Weitere Informationen zur Ausbildung zur/m ehrenamtlichen Notfallseelsorger/in:
Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger im Kreis Kleve startete im September 2015.
Rund 250 Stunden inklusive Nachbereitung umfasst das Ausbildungsangebot. Die jeweiligen Module sind stark an der Praxis orientiert und werden durch aktive Notfallseelsorger mitgestaltet.
Das gemeinsame Angebot der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve ist jeweils kostenfrei und erstreckt sich über ein Jahr.

Die schriftliche Bewerbung per Post sollte übliche Bewerbungsunterlagen wie auch ein pfarramtliches Empfehlungsschreiben enthalten. Vor dem Ausbildungsbeginn steht ein Auswahlverfahren.

Schwere Unwetter

Schwere Unwetter in den Kreisen Kleve und Wesel - Die Seelsorger kümmern sich auch um die Feuerwehrleute

Nach belastenden Einsätzen werden Helfer nicht allein gelassen

Schwere Unwetter haben Anfang Juni 2016 in den Kreisen Wesel und Kleve gewütet, in vielen Städten und Gemeinden sind die Feuerwehren im Dauereinsatz. Den freiwilligen Helfern zur Seite stehen Seelsorger, denen sich die Feuerwehrleute anvertrauen können, wenn sie mit den Erlebnissen nicht zurecht kommen. Diakon Berthold Steeger aus Kevelaer-Wetten ist Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreisdekanat Kleve. „Der Einsatz beim Unwetter“, erklärt er, „ist für die Feuerwehrleute vor allen Dingen körperlich belastend. Die Löschzugführer achten darauf, dass die Kameraden rechtzeitig abgelöst werden.“ Es sei selbstverständlich, dass man sich bei solchen Einsätzen auch gegenseitig helfe. Die seelische Belastung kann, sagt Steeger, bei Wettereinsätzen unterschiedlich sein. Wenn, wie im Kreis Kleve, Keller ausgepumpt werden, ist sie nicht meist nicht besonders hoch, im Kreis Wesel, wo Katastrophenalarm ausgelöst wurde, könne das schon anders aussehen.

„Die Feuerwehrleute bekommen bei ihren Einsätzen manchmal ganz andere Dinge zu sehen“, erklärt Steeger. Tödliche Unfälle etwa können schwer auf einigen Kameraden lasten. Dann ist auch für sie der Notfallseelsorger da, der sich nicht nur um Opfer und Angehörige von Unglücken kümmert, sondern auch um die Helfer. „Das wird in Anspruch genommen“, betont Steeger, die Zeiten, in denen insbesondere die Feuerwehrmänner über ihre Erlebnisse geschwiegen hätten, seien vorbei. Schon während der Ausbildung würden angehende Feuerwehrleute im psychosozialen Unterricht auf schlimme Situationen vorbereitet. „Einige von den jungen Kameraden sehen bei einem Einsatz vielleicht zum ersten Mal einen Toten“, erklärt der Seelsorger, „dabei kann es zu unterschiedlichen Reaktionen kommen, das ist ganz normal. Das macht etwas mit den Menschen.“

Oft sind die Notfallseelsorger dann schon während des Einsatzes mit vor Ort, um Hilfe leisten zu können. Ansonsten gibt es unmittelbar nach der Rückkehr eine Einsatznachbesprechung, bei der die Erlebnisse aufgearbeitet werden können. Die Gespräche würden „mit einer großen Ernsthaftigkeit“ geführt, sagt der Diakon. „Man merkt, dass die Kameraden einander zuhören, und vieles wird dann schon im Gespräch gelöst.“ Steeger: „Selbstverständlich hat jeder die Möglichkeit, sich in einem vertraulichen Einzelgespräch an mich oder meine Kolleginnen und Kollegen zu wenden.“

Das Team der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve besteht aus rund 35 speziell ausgebildeten katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Für die Betroffenen ist der Dienst kostenfrei und unabhängig von der Religions- oder Konfessionszugehörigkeit. 

PDM